Wer hat bloß so ein Programm?

Wir wollen die Zukunft aktiv gestalten, statt nur miserable Zustände zu verwalten. Wir dürfen die Politik nicht einer Kaste von abgehobenen Berufspolitikern überlassen. Die Stärkung der demokratischen Mitbestimmung, insbesondere der direkten Demokratie, hat für uns hohe Priorität. Wir wollen Volksabstimmungen und Initiativen nach Schweizer Vorbild einführen.

Wir sind uns bewusst: Freiheit will stets aufs Neue erkämpft und verteidigt werden. Freiheit stärkt ein Gemeinwesen aber nur dann, wenn sie ihre Grenzen kennt und zum Wohle des Ganzen gebraucht wird. Wir nehmen es nicht hin, dass für die Rettung von Banken Milliarden und Abermilliarden hart erarbeiteter Steuergelder ausgegeben werden, während Schulgebäude jahrelang auf ihre Sanierung warten, die Schlaglöcher auf unseren Straßen immer größer werden und um jeden Euro für eine nötige Strukturförderung gefeilscht werden muss.

Schon jetzt beeinflusst ein Interessenverband von Konzernen der US- und EU-Wirtschaft die Gesetzgebung in Europa. Im umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP soll die Praxis nun festgeschrieben werden. TTIP stärkt die Macht von Unternehmenslobbyisten, es schwächt die Rolle demokratisch gewählter Parlamente und die im öffentlichen Interesse liegende Gesetzgebung. Freihandel und Abbau von Handelshemmnissen müssen im 21. Jahrhundert auf globaler Ebene im Rahmen der WTO erreicht werden.

„Bargeld ist Freiheit. Bargeld ist Schutz. Bargeld ist Verantwortung. Wenn die Bundesregierung unser Bargeld angreift, dann greift sie uns an. Wir wehren uns dagegen, den Banken noch mehr Macht und dem Staat noch mehr Kontrolle zu geben. Barzahler sind keine Verbrecher!

EZB-Politik ist falsch, schädlich und wirkungslos.
Mit der Ausweitung der Anleihekäufe auf bis zu 80 Milliarden Euro pro Monat entfernt sich die EZB noch weiter von ihrem Mandat und betreibt aktiv Fiskalpolitik, was sie nicht darf. Draghis Agieren an der EZB-Spitze zerstört in wenigen Jahren, was Generationen nach dem 2. Weltkrieg aufgebaut haben. Umso wichtiger sind uns Föderalismus und Subsidiarität, die heute durch den Brüsseler Zentralismus und eine ausufernde EU-Bürokratie bedroht werden.

Ende des Textes.

Und da ich ja eigentlich nicht plagiieren will, hier die Quellen für dieses zusammenkopierte, irgendwie protestmäßig und globalisierungskritisch wirkende, Etwas:

http://www.sachsen-anhalt-waehlt.de/wahlprogramme/afd.html

https://www.alternativefuer.de/2016/03/01/weidel-bargeld-erhalten/

https://www.facebook.com/SachsenAnhalt.AfD/posts/914148392033237:0

https://www.alternativefuer.de/2015/07/10/gauland-ttip-ist-ein-falsches-aussenpolitisches-signal/

https://www.alternativefuer.de/programm-hintergrund/programmatik/

Und was lernen wir daraus, dass dies möglich ist? Wie ist es möglich, dass ich aus Sätzen aus AfD Texten ein Pseudoprogramm einer fiktiven, irgendwie „alternativ“ und „globalisierungskritisch“ wirkenden Protestpartei basteln kann?  Warum kann ich Texte aus dem rechten Lager nehmen und damit Texte zusammenbauen die so wirken als kämen sie aus dem Lager was am stärksten dieses Lager ablehnt? Ist es wirklich so einfach: Man nehme die oben aufgelisteten Passagen und füge „Unsere Nation ist geil“ und „Anti-Homo-Ehe“ hinzu und erhält eine rechte Bewegung oder füge umgekeht „Refugees-Welcome“ und „Pro-Homo-Ehe“ hinzu und erhält eine „total linke“ und „weltoffene“ Bewegung? Oder ist es vielleicht sogar so, dass das „nicht-rechte“ Lager sich von dem was oben aufgelistet ist, trennen muss um eine wirkliche Alternative zur AfD darzustellen? Drüber nachdenken sollte man vielleicht.

 

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