Es ist unmöglich eigenverantwortlich und legal und ohne Hilfe des Staates an Geld zu kommen.

Was in diesem Artikel steht http://www.kunst-des-geldes.at/von-steuern-und-schutzgeld-wie-man-durch-zwang-reich-wird/ klingt selbstverständlich. Nur der Staat kann Menschen legal zwingen Geld abzugeben. Die Schlussfolgerung daraus ist aber dramatisch und leider erkennt dies kaum jemand:

Es ist für ein Individuum UNMÖGLICH AUS EIGENER KRAFT AN GELD ZU KOMMEN.

Es ist unmöglich eigenverantwortlich und legal und ohne Hilfe des Staates an Geld zu kommen.

Du kannst noch so viel rackern, schuften, rödeln, arbeiten… Du kannst dir nie sicher sein, dass dir jemand für diese Arbeit auch Geld gibt. Du bist IMMER DARAUF ANGEWIESEN, DASS JEMAND ANDERES DIR FREIWILLIG GELD GIBT. Das Prinzip der EIGENVERANTWORTUNG ist völlig fehl am Platz wenn es um das Thema Einkommen geht. Du kannst zwar eigentverantwortlich dafür sorgen, dass du schuftest oder müßig in der Sonne liegst. Du kannst aber nicht eigenverantwortlich dafür sorgen, dass dir jemand Geld für die eine oder die andere Sache gibt. Die EIGENVERANTWORTUNG liegt allein bei demjenigen der Geld hat. Nur er kann eigenverantwortlich entscheiden, dass er sein Geld jemand anderem gibt, als Geschenk oder als Lohn. Nur der Staat kann legal die Leute zwingen Geld abzugeben. Für einen besitzlosen Menschen ist es UNMÖGLICH sich AUS EIGENER KRAFT, eigenverantwortlich und selbstständig handelnd, zu befreien.

Warum ich das hier öffentlich poste wo so viele Leute unterschiedlicher politischer oder sonstiger Ausrichtung mitlesen? Weil es etwas ist was keine Meinung ist sondern genau wie die Rechnung 1+1=2 etwas ist was von jedermann erkannt werden kann, wenn man es nur erkennen will.

Die politische oder moralische Schlussfolgerung, die kommt erst in einem späteren Gedankenschritt. Ob man es nun als „gerecht“ ansieht, dass viele Menschen nicht die Möglichkeit haben eigenverantwortlich und legal (und ohne die an Bedingungen geknüpfte „Fürsorge“ des Staates) an Geld und Besitz zu kommen oder ob man es als „gerecht“ ansieht wenn jeder Mensch (bedingungslos) Geld bekommt, damit er eigenverantwortlich entscheiden kann wem er es, warum auch immer, gibt, ist eine Frage die erstmal jeder für  sich selbst beantworten muss.

Ich finde es aber als nahezu zwangsläufig und folgerichtig, dass es sich bei dem Thema „Wirtschaft, Arbeit, Soziales, Geld“ in eine Richtung entwickeln muss, die in der Politik als „Demokratisierung“ bekannt ist.

Vor der Demokratisierung hatte nur der jeweilige und aktuelle Monarch „legale politische Macht“. Jeder andere Mensch im Reich war darauf angewiesen, dass dieser Monarch ihm etwas von seiner Macht abgibt. Ein fähiger Mensch konnte noch so gute und wertvolle politische Arbeit leisten, er konnte sich nie sicher sein, dass der Monarch ihm Macht abgibt, ihn als Beamten einstellt usw. Die Eigenverantwortung beim Umgang mit der Macht lag allein beim Monarchen. Manche fanden es „gerecht“, sie sagten entweder die anderen hätten es „sich nicht verdient“ oder „die Macht sei von Gott gegeben“.

Nach der Demokratisierung hatte JEDER Macht. Inwiefern? Bei jeder Wahl hat jeder Mensch eine Stimme. Egal ob er sie sich verdient hat oder nicht. Egal ob er viel oder wenig für die Gemeinschaft geleistet hat. Egal ob jemand der Meinung ist, dass manche „gottgegeben“ mehr Stimmrecht verdient hätten. Bei einer demokratischen Wahl hat (oder sollte…) jeder Mensch gleich viel Stimmrecht. Jeder hat die Möglichkeit eigenverantwortlich zu entscheiden wem er diese Stimme gibt. Das mögen manche als „ungerecht“ empfinden, weil auch „schlechte Menschen“ und „Menschen die es sich gar nicht verdient haben“ Stimmrecht/Macht erhalten, aber es hat sich unbestritten als recht gute Sache erwiesen. Und das hat übrigens nichts mit Sozialismus oder Planwirtschaft zu tun. Ganz im Gegenteil: Die Tatsache, dass jeder Mensch wählen kann hat dazu geführt, dass sich ein politischer Wettbewerb um diese Stimmen entfaltet. Mehr Menschen engagieren sich politisch.

Wenn der Staat (oder wer auch immer) nun dafür sorgt, dass jeder Mensch Geld und Besitz hat, ohne Gegenleistung erbringen zu müssen, dann wird das von vielen Menschen (ähnlich den Anhängern der Monarchie früher) als sehr „ungerecht“ empfunden werden. Aber es wird nicht zu sozialistischen oder planwirtschaftlichen Zuständen führen. Es wird dafür sorgen, dass die Menschen die NOCH MEHR Macht haben wollen sich um das Geld und den Besitz der vielen Menschen bemühen. Und wenn ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen (oder ähnliches) dazu führt, dass Milliarden Afrikaner plötzlich viel Geld zum Ausgeben haben, dann werden die Anbieter plötzlich um das Geld dieser Menschen werben und Produkte für diese Menschen anbieten. „Die Wirtschaft“ denkt da nicht ideologisch. Die „Wirtschaftsleute“ wollen an das Geld. Und wenn das Geld anders verteilt ist, dann passen sie sich dem halt an.

Eine „Gleichverteilung“ des Geldes wird dafür sorgen, dass sich viele (aber nicht alle) um das Geld aller Menschen bemühen während es heute so ist, dass sich alle um das Geld weniger bemühen. Eine Gleichverteilung des Geldes wird dafür sorgen, dass Produkte für ALLE Menschen statt nur für wenige Menschen angeboten werden. Eine Gleichverteilung wird allen Menschen die Möglichkeit geben eigenverantwortlich zu entscheiden in welche Richtung sie die Wirtschaft lenken.

Genauso wie die Demokratisierung dazu geführt hat, dass sich viele/einige Politiker um die Stimmen aller Menschen bemühen, während es früher so war dass sich alle um Zuspruch beim Monarchen bemühen mussten. Eine Demokratisierung hat dazu geführt, dass Politik für alle (zumindest für die Mehrheit…) gemacht wird statt für eine „herrschende Klasse“. Eine Demokratisierung gab allen Menschen die Möglichkeit eigenverantwortlich zu entscheiden in welche Richtung sie die Politik lenken.

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